Kreditkarten: EMV-Chip Problem bleibt aktuell

Das erst kürzlich aufgetretene Software und Chip-Problem bei EC- und Kreditkarten wird wohl speziell im Fall von Kreditkarten weiter bestehen bleiben. Da laut der Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bei den EMV-Chips der Kreditkarten eine andere Software genutzt werde, könne man diese nicht so einfach umprogrammieren wie dies in den vergangenen Tagen bei ec-Karten möglich gewesen sei. Damit bleiben 3,5 Millionen Kreditkarten der Sparkassen und Landesbanken nicht voll einsatzfähig.

Der niederländisch-französische Chiphersteller Gemalto, der Chiplieferant für die betroffenen Karten, beziffert aktuell seine Folgekosten auf 6 bis 10 Millionen Euro. Der Austausch der ec-Karten hätte weit mehr gekostet. Durch die Möglichkeit der Umprogrammierung wird es für Gemalto eine deutlich günstigere Panne.

Vor allem benötigen Reisende im Ausland eine Kreditkarte, die voll funktionsfähig ist. Bei ec- und Girokarten wird man außerhalb deutscher Landesgrenzen oft nur schief angeschaut. Auf jeden Fall sollte man bei seiner Bank oder Sparkasse nachfragen, ob die eigene Kreditkarte möglicherweise betroffen ist oder nicht. Wer in Kürze eine Auslandsreise antritt, sollte seiner Bank oder Sparkasse gegenüber auf eine funktionierende Ersatzkarte bestehen.

Aktualisiert am 14. Januar 2010

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